WARUM: Mit dem Golden Circle eine authentische Personenmarke aufbauen

Mit dem Golden Circle muss eine authentische Personenmarke, die Wunschkund:innen magisch anzieht, kein Traum bleiben. Du musst dich nur bewusst dafür entscheiden, alte Glaubenssätze über Marketing über Bord zu werfen und ein bisschen Mut brauchst du auch. Ich zeige dir wie du dir selbst auch im Business treu bleiben und gleichzeitig nur mit Wunschkund:innen arbeiten kannst.

Als Personenmarke authentisch online sichtbar

Besonders jetzt, wo sich der größte Teil der sozialen Begegnungen Online abspielt, ist es für Selbstständige wichtiger denn je die eigene Botschaft authentisch, persönlich und nahbar zu kommunizieren. Und wirklich als Person sichtbar zu sein, um nicht in der breiten Masse unterzugehen. Das kannst du als gut positionierte Personal Brand.

 

Sobald du Klarheit darüber hast, warum du tust, was du tust, kannst du deine Vision auch Online mit Leichtigkeit nach Außen kommunizieren. Indem du authentisch bist, was dein Interesse, deine Sinnhaftigkeit und deine Werte betrifft, weckst du Gefühle in deinem Gegenüber. Gefühle der Verbundenheit oder auch der Provokation. Je nach Persönlichkeitstyp. So entstehen Personenmarken.

Auf zum WHY deiner Personenmarke

Als Personenmarke geht es darum, den Kern deiner Persönlichkeit, dein Alleinstellungsmerkmal und dein Warum mit deinen angebotenen Leistungen zu verknüpfen. In deiner eigenen Markentonalität. Wie das funktionieren kann, zeige ich dir am Modell des Golden Circle von Simon Sinek, mit dem ich immer noch voller Überzeugung, arbeite.

Start with WHY

“Start with why” ist ein Leitspruch von Simon Sinek, der eine nicht unwesentliche Rolle in meiner Brand Story und dem Namen meiner Marke Y stories spielt. Seinen Ursprung hat dies in der Beschäftigung mit der Vision von Start-ups und mit dem Golden Circle von Simon Sinek, der ein wunderbarer Storyteller uns mittlerweile selbst eine sehr authentische Personenmarke ist und diesen Satz, wie kein anderer durch sein gleichnamiges Buch geprägt hat.

Zum ersten Mal habe ich vom Golden Circle gehört, als ich (und ja, es klingt vielleicht etwas merkwürdig) bei einem Start-up für Bestattungssoftware als Marketing Managerin angefangen habe. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch ein große Vermeiderin und die Vorstellung mit Tod und Trauer konfrontiert zu werden, machte mir Angst.

Die Bestattungsbranche war ganz anders als alles, was ich zuvor kennengelernt hatte. Ich habe in diesem Jahr unheimlich viele Geschichten über das Leben, den Tod und über Menschen im Allgemeinen erzählt bekommen und darüber einiges über mich selbst gelernt. Zum Beispiel, dass das Leben zu kurz ist, um sich mit Oberflächlichkeiten aufzuhalten und dass alle Gefühle, auch Trauer, Wut und Angst, ihre Berechtigung haben und auch kommuniziert werden dürfen.

In dieser Zeit begann ich mich stärker mit authentischem Marketing zu beschäftigen und vertiefte meine Storytelling Skills.

Wie ich mein persönliches WHY fand

Einer meiner größten Unterstützer in dieser Lernphase war mein alter Schulfreund und Coach Timm Wienberg. Er hat, neben der Bestattungssoftware, schon diverse Unternehmen gegründet und Unternehmer:innen gecoacht. Er bestärkte mich darin einen genaueren Blick auf das, was mich begeistert und antreibt zu werfen und ermutigte mich Selbstständigkeit.

So fand ich mein WHY: Authentizität. Die Vision, die für mich daraus entstanden ist:

“Ich wünsche mir mehr echte und wertschätzende Kommunikation für ein Leben nach den eigenen Wünschen, frei von Stigmatisierung und Verurteilung.”

Authentische Kommunikation als Personal Brand ist keine Einbahnstraße

Authentisch Kommunizieren bedeutet sich seinen eigenen Werten und denen der Kund:innen bewusst zu sein und diese zu kommunizieren – das heißt auch in den Dialog zu gehen. Denn Kommunikation ist keine Einbahnstraße. Und das gilt vor allem für Personenmarken. Denn deine Kund:innen möchten wissen, ob du ihnen bei ihrem individuellen Problem helfen kannst und dafür ist Vertrauen und Wertschätzung wichtig. Im Kern geht es geht darum Beziehungen herzustellen, Beziehungen zu deinen Wunschkund:innen aktiv aufzubauen, zu gestalten und gewinnbringend zu vertiefen: zum Nutzen und zur Zufriedenheit auf beiden Seiten.

Gerade in diesen herausfordernden und kontaktarmen Zeiten fragen viele verstärkt nach dem Sinn – dem eigentlichen Wert ihres Schaffens. Und auch die Themen Purpose (zu Deutsch Zweck) und Unternehmenskultur rücken immer mehr in den Fokus verantwortungsbewusster Unternehmer:innen. Nicht umsonst ist Simon Sineks Buch unter den Top 20 der Leseempfehlungen von Führungspersonen für das Jahr 2021. Es wird deutlich, dass die Kommunikationsrichtung sich verändert hat: raus aus der Einbahnstraße und rein in die Mehrrichtungsstraße.

“Wer nicht vom Weg abkommt, bleibt auf der Strecke.” Flo Mega, Sänger

Dein Warum ist dein Geheimweg zu deiner authentischen Personenmarke

Doch wie gelingt es dir, dich mit deiner Personenmarke online so zu positionieren und gleichzeitig von deinen Wunschkund:innen gefunden wirst? Und wie kannst du starten?

Indem du jetzt mit einer Positionierung beginnst, die sich an deiner Persönlichkeit, deinen Bedürfnissen, deiner eigenen Geschichte und deiner Vision –  deinem WARUM – ausrichtet. Denn das ist, was dich und dein Business einzigartig macht, deine Wunschkund:innen berührt und ihnen deshalb in Erinnerung bleibt.

Es ist ein Geheimweg, den viel nicht kennen. Vor allem nicht jene, die immer noch in Einbahnstraßen kommunizieren.

Deine authentische Positionierung mit dem Golden Circle

Falls du dich noch nicht mit dem Golden Circle von Simon Sinek befasst hast, ist es an der Zeit, ihn dir endlich ausführlich vorzustellen. 

Bekannt wurden Simon Sinek und sein Golden Circle 2009 durch den legendären TED-Talk  “Wie große Führungspersönlichkeiten zum Handeln inspirieren”. In diesem beschrieb er sehr bildhaft den Erfolgspfad inspirierender Führungspersönlichkeiten, wie Steve Jobs, für die das WHY im Zentrum der Kommunikation steht. Simon Sinek’s Mantra: “People don’t buy what you do, they buy it because of why you do it”.

Wenn wir kommunizieren, gehen wir von Außen (WAS, WIE) nach Innen (WARUM). Wir gehen vom greifbarsten Gegenstand zum am wenigsten greifbaren Gegenstand. Ein Beispiel: Was macht deine Firma? Wir produzieren nachhaltige Schuhe.

Das ist toll, aber es weckt keine Emotionen. Ich bin der Meinung: feelings first. Nur wer seine Inhalte an den emotionalen Bedürfnissen der Nutzer:innen ausrichtet, sich persönlich zeigt und darüber hinaus auch hält, was versprochen wird, gewinnt dauerhaft das Vertrauen der Menschen.

“Die inspirierten Führungspersönlichkeiten und die inspirierten Organisationen, unabhängig von ihrer Größe, unabhängig von ihrem Geschäft, denken, handeln und kommunizieren alle von Innen nach Außen.” Simon Sinek

Kommuniziere deine Vision, dein Warum mit Gefühl

Das Wort “Warum” kann in der deutschen Übersetzung mit “Wozu” oder “Wofür” ersetzt werden, denn “Warum” bezieht sich auf die Vergangenheit, während die Worte wozu/wofür auf die Zukunft gerichtet sind und ein Ziel verfolgen. Das heißt, es ist in diesem Verständnis eher mit Vision zu übersetzen. Nutze das Wort, bei dem es dir am leichtesten fällt, eine Verbindung zu spüren und herzustellen.

Wenn du nicht weißt, warum du tust was du tust, wird wahrscheinlich auch niemand aus einem guten Gefühl heraus bei dir kaufen oder mit dir arbeiten wollen. Um bei dem Beispiel mit den Schuhen zu bleiben: Was macht deine Firma? 

Unsere Vision ist es, Schuhe fair und nachhaltig zu produzieren, sodass alle Arbeiter:innen auf unserer Farm in Haiti selbstständig ihre Familien versorgen können. Auch deshalb verwenden wir nur nachwachsende Rohstoffe, damit auch die Kinder in eine glückliche Zukunft sehen können. 

Das spricht Werte an und es entsteht ein Bild von dem, wofür dieses Produkt oder Angebot steht. 

Storytelling beweist, warum Gefühle im Personenmarken-Aufbau wichtig sind

Du kennst das bestimmt: manchmal kannst du jemandem alle Fakten und Zahlen geben und die Person sagt: “Ich kenn alle Fakten und Details, aber es fühlt sich einfach nicht richtig an.” 

Warum nutzen wir das Verb “fühlen” in dem Satz: “Es fühlt sich nicht richtig an”? Weil der Teil des Gehirns, der die Entscheidungsfindung kontrolliert, nicht die Sprache kontrolliert. Wir entscheiden aus einem Gefühl heraus, können aber nicht benennen, warum wir fühlen, wie wir fühlen. Das Beste was uns in solchen Momenten als Begründung einfällt ist: “Ich weiß nicht. Es fühlt sich nicht richtig an”. 

 

WARUM tust du, was du tust? Warum existiert dein Business? Was sind deine Werte, deine Gründe morgens aufzustehen und dein Angebot oder dein Produkt in die Welt zu bringen? Indem du das selbst erkennst und kommunizieren lernst, ziehst du Wunschkund:innen an, weil sie deine Passion spüren und weil du damit automatisch eine Geschichte erzählst. Weil dein Warum vielleicht auch ihr Warum ist. Weil sie sich mit deinen Werten identifizieren können oder sie dadurch inspiriert werden. 

Der Golden Circle hilft dir dabei, die richtigen Fragen zu stellen und an den Kern deiner Vision zu gelangen – und diesen nach Außen zu kommunizieren. Aus diesem Grund erarbeite ich mit meinen Kund:innen gerne eine Core Story.

Authentisch sein bedeutet Haltung zu zeigen

Ziel ist nicht, den Menschen das zu verkaufen was du hast oder was du tust. Ziel ist, zu vermitteln wofür du stehst, woran du glaubst, was dich ausmacht und die Überzeugung die du verfolgst. Damit gibst du den Menschen die Chance intuitiv zu entscheiden, ob sie mit dir arbeiten möchten.

“Storytelling ist für mich kein Tool, sondern eine Haltung.”

Je authentischer und echter du dich zeigst, desto mehr werden sich die richtigen Menschen, deine Wunschkund:innnen von dir angesprochen und angezogen fühlen. Das erreichst du mit dem Golden Circle und Start With Why.

Der goldene Kern: Freiheit für dich und deine Personenmarke

Eine authentische Personenmarke entsteht also aus dem Inneren heraus. Aus dem Kern deines Selbst, aus der Core Story und aus dem Kern deines Golden Circles. Wenn du dein Warum kennst, kannst du ehrlicher und tiefer kommunizieren. Weg vom rein strategischen Phrasendreschen, hin zu deinem goldenen Kern. Sodass du bei deinen Wunschkund:innen Gefühle weckst und eine Verbindung zu ihnen auf- und ausbauen kannst. Sodass Kaufentscheidungen durch ein Bauchgefühl und Vertrauen entschieden.

Es kann und darf leicht sein, Kund:innen zu gewinnen. Für mich ist das die schönste und inspirierendste Art zu arbeiten. Sein WHY zu kommunizieren bedeutet Haltung und Gefühle zu zeigen und das macht mich frei.